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Plattdeutscher Filmpreis 2025/26

Sieger und Preise

Sie kommen aus ganz Niedersachen und snacken, küren oder proten Platt. Mit insgesamt zwölf Videos haben Kinder und Jugendliche zwischen Buxtehude und Northeim sich um den Plattdüütsch Filmpries 2025/26 beworben. Und das in ganz unterschiedlicher Machart, als Reportage, Erklärstück oder Animationsfilm. Einige Beiträge sind an ihren Schulen entstanden, andere in der Freizeit zu Hause. Alle Videos zeigen, wie gut alte Sprache und neue Medien zusammenpassen. Zu gewinnen waren Geldpreise und Anerkennungsprämien in Höhe von insgesamt 1.800 €. Die Sieger hat eine Jury in drei Kategorien bestimmt. Der Plattdüütsch Filmpries 2025/26 wird vergeben von der Plattdüütsch Stiftung Neddersassen in Kooperation mit dem Institut für niederdeutsche Sprache (INS).

Die Preisträger

Kategorie 1: Grundschule (Klasse 1-4)

1. Preis und 300,00 € für „School fröher“ (Grundschule Karlshöfen)

Die Mädchen und Jungen der Klasse 4b der Grundschule Karlshöfen zeigen im Schulmuseum ihres Dorfes, wie der Unterricht in früherer Zeit abgehalten wurde. Dafür schlüpfen sie in historische Kostüme und spielen Theater in alten Schulbänken. Die Jury hat vor allem die Verbindung von Sprache und Geschichte begeistert, dazu ein gutes Plattdeutsch und eine hervorragende technische Ausarbeitung.

2. Preis und 200,00 € für „Lüttje Muus“ (Dreienkampschule Schwanewede)

3. Preis und 50,00 € Anerkennungsprämie für „Oostfreeske Teezeremonie“ (Grundschule Klingenbergstraße Oldenburg) und ebenfalls 50,00 € Anerkennungsprämie für „Meta erinnert sik“ (Grundschule Alfstedt)

Kategorie 2: Mittelstufe (Klasse 5-10)

1. Preis und 300,00 € für „Mit Platt up Patt“ (Ludgerusschule Rhede)

Schülerinnen und Schüler der Ludgerusschule in Rhede (Ems) „de Plattproaters van de Klasse 8“ erklären vor Ort die Sieltoranlage in ihrem Heimatort, die früher der Entwässerung der Emsniederung diente und heute ein technisches Denkmal ist. Die Jury haben sie mit einem gut ausgearbeiteten Drehbuch, ungewöhnlichen Kameraperspektiven und gutem Plattdeutsch überzeugt.

2. Preis und 200,00 € für „Dat GAG to de Förjohrstied!“ (Graf-Anton-Günther-Schule Oldenburg)

3. Preis und 50,00 € Anerkennungsprämie für „Cool is, wenn du Platt versteihst“ (Gymnasium Aurich)

Kategorie 3: Klasse 11 - 13, Berufsbildende Schulen, freie Gruppen und Personen

1. Preis und 300,00 € für „Appelkokendroom“ (Matteo Wolff)

Der 22-jährige Student Matteo Wolff aus Northeim zeigt in einem aufwändigen Animationsfilm, was vom Einkauf bis zum Backen zu einem guten Apfelkuchen gehört. Der Jury gefiel die spannende und zugleich spielerische Animation, sowie die knallige Farbgebung.

2. Preis und 200,00 € für "Dat Theaterstück" (Niederdeutsche Theatergruppe Aurich)

3. Preis und 50,00 € Anerkennungsprämie für "Jungtierretter – Unnerweggens mit de Drone" (Fachschule Agrarwirtschaft Nordhorn)

Weitere Anerkennungsprämien in Höhe von 50,00 € für

„Haas un Swinegel“ (IGS Buxtehude)
„Lebendiger Adventskalender“ (Förderschule Esens)

Jury- Mitglieder

Martina Brünjes

wohnt in Ganderkesee-Bürstel. Sie ist Autorin, Regisseurin und Theaterpädagogin und hat bisher fast 30 niederdeutsche Theaterstücke geschrieben. Zudem übersetzt sie hochdeutsche Stücke ins Plattdeutsche. Gemeinsam mit ihrem Mann veröffentlicht sie Literatur op Platt und hochdeutsche Hörspiele. Auf Radio Bremen eins spricht sie die plattdeutschen Nachrichten.

Herwig Dust

wohnt in Oldenburg. Er ist Leiter der Geschäftsstelle des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen e.V. Von 1996 bis 2016 war er Leiter der August- Hinrichs-Bühne am Oldenburgischen Staatstheater. Als Vorstandsmitglied des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS) beschäftigt er sich u.a. mit Filmen und Fotografieren.

Hans-Hinrich Kahrs

wohnt als Lehrer im Ruhestand in Alfstedt bei Stade. Er war langjähriger Berater für Niederdeutsch beim Niedersächsischen Landesamt für Schule und Bildung. Als Autor verfasste er niederdeutsche Hörspiele, Theaterstücke, Erzählungen und Sachtexte. Er ist Berater für Niederdeutsch beim Landschaftsverband Stade und sitzt im Vorstand der Plattdüütsch-Stiftung Neddersassen.

Rainer Ludwigs

wuchs auf in Lilienthal mit sehr viel Plattdeutsch und wohnt heute in Bremen. Er ist Regisseur und Filmemacher, produziert freie Animations- und Kurzfilme und entwickelt Animationen für Dokumentarfilme in Kino und TV. Daneben übernimmt er auch Auftragsproduktionen aus der Wirtschaft und für andere Institutionen. Er gehört zum Vorstand des niedersächsischen Film- und Medienbüros und ist Mitglied im Fachbeirat der Filmförderungsgesellschaft Nordmedia.

Nele Otten

wohnt in Oldenburg und hat Slavistik mit dem Schwerpunkt Russisch sowie Niederlandistik an der Universität Oldenburg studiert. Seit 2023 leitet sie die Bibliothek des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen. Sie ist verantwortlich für die Social-Media-Aktivitäten des Instituts und veröffentlicht regelmäßig Reels und Stories unter dem Handle @platthuus.